Dem Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft ein Gesicht geben.
16.04.2026
Am 11.04. war eine kleine Delegation der Brigade Belfort bei der Gedenkveranstaltung für die dort unter unmenschlichen Bedingungen inhaftierten Häftlinge im KZ-Außenlager Drütte (Salzgitter) zugegen und am 12.04. bei der Gedenkzeremonie in Hörsten (Bergen-Belsen) für die sowjetischen Soldaten, die dort in Kriegsgefangenschaft, entgegen dem Gebot der Genfer Konvention, dem Sterben aus jedweder Unterversorgung Preis gegeben worden.

Gedenken bedeutet hier nicht alleine Retrospektive, es ist vielmehr (eigenes) Gesicht und Flagge zeigen wider das Vergessen und dem Relativieren bzw. Verschweigen der Verbrechen des Faschismus durch alte und neue Nazis. Gerade und besonders in einer Zeit, da sich Neofaschist:Innen und Rechtspopulist:Innen weltweit wieder anschicken ihre sozialdarwinistische und neoliberale Ideologie in die Tat bzw. ihnen genehme Gesellschaftsformen umzusetzen.
Gedenken ist dann aber eben auch aus der Retrospektive den Opfern des Faschismus, in der älteren wie in der jüngeren Geschichte, ein Gesicht, einen Namen und damit ihre menschliche Würde wiederzugeben. Von diesem Geist getragene analoge Gedenkkultur finden sich u.a. in den beiden Gedenkstätten Drütte und Hörsten, sowie in digitaler Form z.B. unter „Stolpersteine NRW“ und „SayTheirNames“.
Nichts und niemand ist vergessen! Nie wieder Faschismus! (KHE)

